Die Schwerpunkte des gemeinsamen Kompakt-Seminars BRANDSCHUTZDIREKT Löschtechnik von bvfa und
FeuerTrutz liegen in der Information und Wissensvermittlung zu aktuellen Fragestellungen des anlagentechnischen
Brandschutzes.
Kompetente und mit reichlich praktischen Erfahrungen ausgestattete Referenten erwarten Sie mit ihren Fachbeiträgen und stellen sich im Anschluss den Fragen aus dem Publikum. Sie erhalten Antworten auf Ihre Fragen sowie Tipps für die tägliche Arbeit. Neben dem regen Gedankenaustausch bietet sich Ihnen auch Gelegenheit, wertvolle Kontakte zu knüpfen.
Die Veranstaltung richtet sich vornehmlich an Planer, Betreiber, Industrie, Versicherer und Errichter – also kurz an alle Fachkräfte, die im Bereich anlagetechnischer Brandschutz tätig sind.
Moderiert wird diese Veranstaltung in bewährter Weise von Herrn Jörg Wilms-Vahrenhorst (bvfa – Bundesverband Technischer Brandschutz e.V.).
Die BRANDSCHUTZDIREKT Löschtechnik findet 2026 zum zehnten Mal in Folge statt. Die Veranstaltungsreihe des bvfa wird im Rahmen der Fachmesse FeuerTrutz durchgeführt.
Nürnberg Convention Center - NCC Ost
Messezentrum
Das Institut für Baustoffe, Massivbau und Brandschutz (iBMB) der Technischen Universität Braunschweig zählt zu den führenden Brandschutz-Forschungseinrichtungen in Deutschland und Europa. Mit der Inbetriebnahme des Zentrums für Brandforschung (ZeBra) steht eine einzigartige Forschungsinfrastruktur zur Erforschung der Branddynamik zur Verfügung. Anlagentechnische Brandschutzmaßnahmen leisten einen wesentlichen Beitrag zur Brandsicherheit. Insbesondere bei Verwendung von Dämmstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen sowie bei der Lagerung von Hochvoltspeichern ist die frühzeitige Detektion und Alarmierung ein wesentlicher Konzeptbaustein. Im Zuge der Entwicklung alternativer Rettungswegkonzepte für bestehende Gebäude, die nur über einen Rettungsweg verfügen, können Löschanlagen bei Vorhandensein von Holztreppen eine adäquate Kompensationsmaßnahme bilden. Die Modellierung der Löschwirkung von Sprinkleranlagen erfolgt im Rahmen von ingenieurtechnischen Nachweisen bisher vereinfacht über eine Reduzierung der Wärmefreisetzungsrate nach Sprinklerauslösung. Der direkte Einfluss der Sprinklerung auf die Branddynamik durch veränderte Thermik, Wasserdampf-, und Rauchschichtbildung kann nicht abgebildet werden. In einem aktuellen Forschungsvorhaben werden experimentelle Untersuchungen zur Spraycharakteristik geführt, die Grundlage für ein numerisches Modell zur Berücksichtigung der Sprinklerwirkung sind.
Der Vortrag behandelt die technischen, normativen und betrieblichen Aspekte, die bei der Planung, Umsetzung und dem Betrieb von Sauerstoffreduzierungssystemen in hochverdichteten, automatisierten Lagerumgebungen zu beachten sind. Ausgangspunkt ist die besondere Gefährdungslage in Shuttle? und Behälterkompaktlagern: hohe Energiedichte, enge Stapelung und ein hoher Grad an Automatisierung und Fördertechnik machen präventive Maßnahmen oft wirkungsvoller als rein reaktive Löschkonzepte. Der Vortrag zeigt Vor- und Nachteile gegenüber wasserbasierten Lösungen, wie Sauerstoffreduzierungssysteme den Vollbrand verhindern können, welche Grenzen und Risiken bestehen und welche praktischen Lösungen sich in der Praxis bewährt haben.
Vortrag in Englisch
AutoStore ist ein kubusbasiertes automatisiertes Lager- und Bereitstellungssystem, das entwickelt wurde, um den wachsenden Anforderungen an schnelle Lieferungen und effiziente Lagerabläufe gerecht zu werden. Da diese Konfiguration relativ neu ist, berücksichtigen die bestehenden Brandschutznormen ihr einzigartiges Design nicht. Über einen Zeitraum von 17 Jahren hat AutoStore umfangreiche Brandtests durchgeführt, um das Brandverhalten innerhalb der dichten Kubuskonfiguration zu verstehen und wirksame Schutzstrategien zu entwickeln. Im Jahr 2022 zeigten erfolgreiche Tests, dass eine vollständige Löschung nur mit Sprinklern in Deckenhöhe bei einer Deckenhöhe von 9,1 Metern möglich ist, allerdings bei hohem Systemdruck. Bei Folgeoptimierungstests im Jahr 2025 wurde eine vollständige Löschung bei einer reduzierten Höhe von 8,5 Metern und einem deutlich niedrigeren Betriebsdruck von 4,5 bar erreicht. Diese Ergebnisse zeigen, dass kleine Anpassungen der Deckenhöhe und der Entfernung der Sprinkler zum Gitter die Leistung des Sprinklersystems für Würfellager wie AutoStore erheblich verbessern können.
Die Regulierungen für PFAS* haltige Schaummittel haben dazu geführt, dass von den Schaummittelherstellern in den letzten Jahren große Anstrengungen unternommen worden sind, um leistungsfähige Ersatzprodukte zu entwickeln.
Mit der Entwicklung fluorfreier Produkte, welche nicht länger dieselben Wirkmechanismen im Vergleich zu PFAS haltigen Produkten besitzen, mussten angepasste Methoden zur einheitlichen Bewertung der Leistungsfähigkeit der Schaummittel in stationären Wasserlöschanlagen entwickelt werden.
Als ein Verfahren wird die Methodik gemäß VdS 3896 „Wirksamkeitsnachweise für Schaummittel Anwendungsfälle und Wirksamkeitsnachweise für Schaummittel in stationären Wasserlöschanlagen“ vorgestellt.
Ein weiterer Fokus liegt auf den Grenzen der Aussagekraft der Wirksamkeitsnachweise sowie der Übertragung der Ergebnisse aus letzteren in die praktische Anwendung.
Hierzu gehört neben möglichen Komponentenbindungen und produkt- bzw. anwendungsspezifischen Wasserbeaufschlagungen auch der Themenbereich der hydraulischen Nachweisführung.
*PFAS - Per- und PolyFluorierte AlkylsubStanzen
PFAS-freie Schaumkonzentrate stellen Zumischsysteme vor neue Herausforderungen. Der Vortrag zeigt einen praxiserprobten Weg, damit der Zumischer zuverlässig seine Soll-Zumischrate trifft: Wir beginnen bei den Schaummitteldaten und leiten daraus den Premixbedarf ab. Es folgen die Bewertung des Bestands und die Überprüfung nach geltenden Regelwerken – gestützt durch interne Prüfergebnisse. Wir zeigen, welche Datengrundlagen Hersteller von Zumischern vorhalten sollten, um belastbare Zusagen geben zu können (leistungs- und viskositätsbezogene Kennfelder, Saug- und Überlastverhalten, Druckverlustdaten, kombinierte Feld- und Labornachweise) und welche Prüfausstattung dafür notwendig ist (hochleistungsfähiger Prüfstand mit realitätsnahen Messstrecken, präzise Zumischraten- und NPSH-Messung, belastbare Viskositätsbestimmung).
Ein weiterer Schwerpunkt liegt außerdem auf der saugseitigen Auslegung. Abgerundet durch klare Praxisempfehlungen zu Reinigung, Umbau/Retrofit, die Analyse typischer Fehlerbilder sowie die dokumentierte, premixsparende Zumischratenprüfung wird das Hauptziel sichergestellt: die ordnungsgemäße Funktion im Ernstfall.
Die Trennstation TS nach DIN 14467 schließt als neue Löschwasserübergabestelle die Lücke zwischen Trinkwasserschutz und zuverlässiger Löschwasserversorgung. Auf Grundlage der Risikobewertung nach DVGW W 551-5 kann das stagnierende Wasser in Feuerlösch- und Brandschutzanlagen unter Einhaltung der dort genannten Rahmenbedingungen der Flüssigkeitskategorie 3 zugeordnet werden – eine Absicherung über freien Auslauf ist damit nicht mehr erforderlich. Der Vortrag erläutert die Systemanforderungen und Einsatzvoraussetzungen der Trennstation, stellt den Aufbau und die Funktionsweise der Bauart DAE mit Doppelabsperreinrichtung vor, ordnet die Trennstation in die zulässigen Einsatzbereiche nach DIN 1988-600 ein und benennt zudem die Einsatzgrenzen.
Weitere Informationen folgen in Kürze.
Weitere Informationen folgen in Kürze.
Moderne Brandschutzsysteme werden zunehmend durch Automatisierung, Vernetzung und datenbasierte Technologien geprägt. Smarte Sensorik, automatisierte Funktionen und kontinuierliche Überwachung erhöhen die Zuverlässigkeit und Effizienz, schaffen jedoch zugleich neue Risiken, insbesondere im Bereich Cybersecurity.
Der Vortrag zeigt, wie innovative Brandschutztechnologien zur wirksamen Risikominimierung beitragen können und welche Anforderungen sich daraus für Prüfung und Zulassung ergeben. Ein Schwerpunkt liegt auf Bauteilanerkennungen in Deutschland und Europa, insbesondere der CE-Kennzeichnung nach der Bauproduktenverordnung gemäß harmonisierten Normen (hEN) oder ETA/EAD.
Zudem wird erläutert, wie internationale leistungsbasierte Zertifizierungen, z.?B. durch FM Approvals, mit nationalen und europäischen Regelwerken zusammenspielen und Innovationen rechtskonform in den Markt überführt werden.
Programmänderungen aus wichtigem Grund vorbehalten.