Löschmittel Schaum

Das Löschmittel Schaum wird durch Verschäumung eines Wasser-Schaummittel-Gemisches mit Luft erzeugt. Je nach Luftanteil spricht man von hoher oder von niedriger Verschäumung. Unterscheiden wird zwischen Schwerschaum, Mittelschaum und Leichtschaum. Schaumlöschmittel wirken, indem sie auf brennbaren Flüssigkeiten, die leichter als Wasser sind, sehr schnell eine gasdichte Schaumdecke bilden, die sich über die gesamte Oberfläche der Flüssigkeit ausbreitet. Die hohe Netzwirkung, verbunden mit dem Kühleffekt, bewirkt hervorragende Löscheigenschaften auch bei Bränden fester Stoffe.

Löschschaum ist neben dem Wasser das am meisten von den Feuerwehren eingesetzte Löschmittel.

 

Stoffliche Zusammensetzung

Man unterscheidet folgende Schaumlöschmitteltypen:

a) Proteinschäume
b) Fluorproteinschäume
c) Wasserfilmbildende Proteinschaummittel
d) Mehrbereichsschaummittel
e) Wasserfilmbildende Schaummittel
f) Alkoholbeständige Schaummittel

Die Typen a), b) und c) bestehen aus hydrolysiertem Protein, dessen Rohstoffe Horn- und Hufspäne sind. Zur Schaumstabilisierung werden verschiedene anorganische Salze hinzugefügt. Für den Frostschutz verwendet man u. a. höhere Alkohole. In den Typen b) und c) sind zusätzlich geeignete Fluortenside enthalten. Die Typen d) bis f) enthalten unterschiedliche Tenside, z. B . Fettalkoholsulfonate, Fluortenside, höhere Alkohole und Harnstoff. Der Luftschaum wird nach dem Strahlrohrverfahren erzeugt.

 

Wirkungsweise

Die Löschwirksamkeit aller Schäume beruht auf dem Stick- und Kühleffekt. Wegen seinem geringen spezifischen Gewicht ist der Schaum in der Lage, die Oberfläche der brennenden Flüssigkeit schwimmend zu bedecken. Durch seine guten Fließeigenschaften breitet sich der Schaum von selbst auf der Oberfläche aus und stockt sich schließlich zu einer dichten Decke auf, welche die Flammen erstickt und außerdem kühlt.