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Bei CO2-Löschern kommt Kohlendioxid (CO2) als Löschmittel zum Einsatz. Da es sich bei CO2 um ein natürliches Gas handelt, ist die Herstellung dieses Löschmittels besonders umweltfreundlich. Es ist das einzige Löschmittel, das völlig rückstandslos löscht. Daher können Kohlendioxidlöscher auch bei empfindlichen technischen Geräten eingesetzt werden.
Besonders effektiv löschen Kohlenstoffdioxidlöscher in geschlossenen Räumen. An der frischen Luft oder in freien Räumen verflüchtigt sich CO2 extrem schnell. Es kommt vor allem bei der professionellen Anwendung zum Einsatz und sollte nicht von Laien eingesetzt werden.
Einsatzbereiche für CO2-Löscher sind beispielsweise:
- elektrische- und elektronische Anlagen
- Reinst- und Reinräume
- sensible Räume und Anlagen
- chemische Industrie
- Bereiche mit besonderen hygienischen Anforderungen
Weitere Informationen zum Löschmittel CO2:
Kohlendioxid ist für die Bekämpfung von Bränden der Klassen B und C zugelassen - also gegen Brände von Flüssigkeiten und Gasen. Kohlendioxid wird aufgrund seiner Löscheigenschaften meistens nur in geschlossenen Räumen eingesetzt. Einsatzbereiche sind Laboratorien, elektrische Anlagen, EDV-Räume und viele andere Arten des Raum- und Objektschutzes in Verbindung mit mobilen oder stationären Anlagen. Seit dem Verbot von Halonen, Anfang der 90er Jahre, wird Kohlendioxid als Ersatzprodukt für das Löschmittel Halon eingesetzt. Halon wird als Löschmittel nur noch ausnahmsweise und mit Sondergenehmigung zugelassen (z.B. in Flugzeugen).
Halon war jahrelang als Löschmittel –beispielsweise in Handfeuerlöschern- im Einsatz. Dieses Löschmittel hat jedoch nachweisbare Auswirkungen auf die Umwelt. Das Erderwärmungspotential und die mögliche Schädigung der Erdozonschicht führten dazu, dass Halon - trotz seiner hohen Löschwirksamkeit - in den 90er Jahren verboten wurde.
Kohlendioxid als Feuerlöschmittel erfordert besondere Sicherheitsmaßnahmen
Bei einem Einsatz in geschlossenen Räumen müssen wegen des rasch eintretenden akuten Sauerstoffmangels alle Personen rechtzeitig vorher gewarnt und evakuiert werden. Der Erstickungsgefahr kann durch Verwendung von umluftunabhängigen Atemschutz vorgebeugt werden, ungeschützte Personen müssen die Räume sofort verlassen. Nach Verwendung des Löschmittels ist ausreichend zu lüften, bevor Menschen den Raum wieder betreten dürfen.
Löscheffekt:
Kohlendioxid löscht durch erstickende Wirkung (Verdrängung des Luftsauerstoffes.) Die Kühlwirkung des Kohlensäureschnees ist sehr gering und spielt daher für den Löscheffekt keine Rolle.
Kohlendioxid löscht rückstandsfrei und ist elektrisch nicht leitend.
Stoffliche Zusammensetzung:
Kohlendioxid ist reines Gas der Formel CO2. CO2 und fällt bei zahlreichen industriellen Prozessen als unvermeidliches Nebenprodukt in großer Menge an. Ein großer Teil der CO2-Vorkommen sind natürlichen Ursprungs. Speziell für Löschzwecke wird CO2 nicht extra hergestellt oder synthetisiert; hierfür bedient man sich vorwiegend der natürlichen Vorkommen. Aus diesem Grund trägt der Einsatz des Löschmittels Kohlendioxid auch nicht zum Treibhauseffekt bei.
Lagerung:
Kohlendioxid wird unter sehr hohem Druck in Stahlflaschen flüssig gelagert. Vorsicht: austretendes CO2 kann im ungünstigsten Fall durch die sehr tiefen Temperaturen zu Hautverbrennungen führen.
Umweltaspekte:
Kohlendioxid gilt als das sauberste und umweltfreundlichste Feuerlöschmittel. Es gibt keinerlei Entsorgungs- und Umweltprobleme.
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