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Chemische Löschanlagen kommen immer dann zum Einsatz, wenn rückstandsfrei, elektrisch nicht leitend und ohne Schädigung der Schutzobjekte gelöscht werden muss. Die Löschwirkung wird durch den Wärmeentzug aus der Flamme erreicht. Das bedeutet, dass sie dem Feuer die Wärme entziehen, sodass es sich selbst nicht mehr nähren kann. Dadurch werden auch die für die Verbrennung verantwortlichen Kettenreaktionen gehemmt.
Bei richtiger Konzentration sind chemische Löschmittel in der Lage, ein Feuer schnell und vollständig zu löschen. Dabei haben sie keine schädlichen Nebenwirkungen und sind auch für den Menschen ungefährlich. Dennoch erfolgt die Flutung eines Raumes erst nach einer Vorwarnzeit, damit Personen rechtzeitig gewarnt werden und den Raum verlassen können. Danach reichen einfache Lüftungsmaßnahmen aus, um die chemischen Löschmittel wieder zu entfernen.
Einsatzbereiche sind beispielsweise:
- Transport und Verkehr: Flugzeugtoiletten, Flugsimulatoren, Schiffe, Militärfahrzeuge
- Kommunikation: Notrufzentrale, Fluglenkung und Kontrolltürme, Mobilfunkstationen, lnternet-Service-Provider-Zentren, Fernseh-, Rundfunk- und Kontrollräume, Mikrowellen-Relaisstationen
- Kulturelle Einrichtungen: Kunstgalerien, Dokumenten-Tresore, Bibliotheken, Filmprojektorräume, Museen
- Medizinischer Bereich: Bildgebende Anlagen, OP-Räume, Mobile Stationen
- Industrielle Einrichtungen: Schalltote Testräume, Abzugshauben, Handschuhkästen, Kontrollräume, Umwelttest-Kammern, Offshore-Bohrplattformen, Robotereinrichtungen
- Elektrische-, Elektronik-Anwendungen: Banktresore, Archivräume und Datenarchive, Computerräume mit EDV-Anlagen, Notstromaggregateinrichtungen, Kraftwerke (konventionell und atomar)
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