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Das Löschmittel Schaum
Das Löschmittel Schaum wird durch Verschäumung eines Wasser-Schaummittel-Gemisches mit Luft erzeugt. Je nach Luftanteil spricht man von hoher oder von niedriger Verschäumung. Unterschieden wird zwischen Schwer-, Mittel- und Leichtschaum: ist die Luftansaugung gering, entsteht ein nasser Schwerschaum. Sind viele Luftanteile enthalten, wird der Schaum trockener und es entsteht Mittel- oder Leichtschaum.
Wirkungsweise
Die Löschwirksamkeit aller Schäume beruht auf dem Stick- und Kühleffekt. Wegen seinem geringen spezifischen Gewicht ist der Schaum in der Lage, die Oberfläche der brennenden Flüssigkeit schwimmend zu bedecken. Durch seine guten Fließeigenschaften breitet sich der Schaum von selbst auf der Oberfläche aus und
stockt sich schließlich zu einer dichten Decke auf, welche die Flammen erstickt und außerdem kühlt.
Schaum-Löschanlagen
Fest installierte Schaumlöschanlagen mischen dem Wasserstrom, beispielsweise einer Sprinkleranlage, ein Schaummittelkonzentrat hinzu. An den Schaumdüsen wird dann Luft beigemischt, wodurch Leicht-, Mittel- und Schwerschaum erzeugt wird.
Man unterscheidet zwischen:
- Leichtschaumanlagen: Sie füllen im Brandfall den gesamten Raum. Alarmierungs- und Verzögerungseinrichtungen sind dann notwendig, wenn Personen im Raum tätig sind. Auf diese Weise kann das rechtzeitige Verlassen gewährleistet werden.
- Mittel- und Schwerschaumanlagen: Sie decken im Brandfall das Brandgut ab. Der Zutritt von Luftsauerstoff wird dadurch verhindert und das Brandgut kann abkühlen. So kann die Oberfläche gegen Wiederentzündung und Wärmeeinwirkung geschützt werden.
Informationen zu Komponenten von Schaum-Löschanlagen finden sie hier.
Funktion von Schaumlöschanlagen
Alle zu schützenden Gebäudeteile und Objekte werden durch eine Sprühwasser- oder Sprinkler-Löschanlage durchzogen. Bei Auslösung wird aus einem Vorratsbehälter ein definiertes Schaummittel zugemischt. Dadurch entsteht ein hochwirksames Löschmittel. Im Ernstfall prallt das Schaummittel-Gemisch auf den Sprühteller des Sprinklers und wird gleichmäßig auf der zu löschenden Fläche verteilt. Parallel werden interne und externe Rettungskräfte alarmiert.
Einsatzbereiche von Schaumlöschanlagen sind beispielsweise:
- Müllverbrennungsanlagen
- Chemische Industrie
- Raffinerien
- Kraftwerke
- Flugzeugwartungshallen
- Logistikhallen mit hohem Kunststoffanteil
- Offshore und Schiffe
- Reifenläger
- Kohlesilos
- Pipeline-Pumpstationen
- Mineralöltanks einschließlich Auffangeinrichtungen
Weitere Informationen zum Löschmittel Schaum finden Sie in unserem BRANDSCHUTZ Spezial (Feuerlöschgeräte/Löschmittel/Löschwassertechnik) und in unserem bvfa Merkblatt „Wirkungsweise und Anwendung von Löschmitteln“.
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