Errichtung/Instandhaltung/Betrieb

Feuerlöschanlagen, insbesondere solche mit gasförmigen Löschmitteln zeichnen sich durch eine hohe Erfolgsquote beim Löschen von Bränden, auch in Risiken mit hoher Brandlast, aus. Dieser Umstand kann aber nur dann aufrecht erhalten werden wenn nicht nur in der Planungs- und Ausführungsphase einer Löschanlage sondern auch in der Instandhaltung und dem Betrieb nachhaltige Maßnahmen zur Erhaltung der Betriebsbereitschaft umgesetzt werden.

 

Errichtung 

 

Werden die Brandmeldeanlage und der Löschteil von zwei verschiedenen Errichterfirmen installiert, ist das Zusammenspiel der Technik aber besonders die Abstimmung der Errichterfirmen untereinander von maßgeblicher Bedeutung. Die (Einzel-)Verantwortung für den Brandmeldeteil/Löschteil liegt weiterhin beim jeweiligen Errichter. Jedoch trägt der Errichter des Löschteils, gegenüber den zuständigen Stellendie Federführung für das Gesamtkonzept der Feuerlöschanlage einschließlich des feuerlöschanlagenspezifischen Teils der Brandmeldeanlage. Aus diesem Grunde ist die Projektierung der Brandmeldeanlage für den feuerlöschanlagenspezifischen Teil mit dem Errichter des Löschteils abzustimmen. Die technische Unbedenklichkeit ist von beiden Errichtern sowohl vor Ausführungsbeginn als auch spätestens vor der Inbetriebnahme durch eine Prüfbescheinigung (siehe VdS 2380, Anhang D) zu bestätigen.

 

Instandhaltung 

 

Die Instandhaltung ist die Summe aller Maßnahmen zur Sicherstellung der Betriebsbereitschaft einer Feuerlöschanlage. Die erforderlichen Maßnahmen sind

  • Wartung
  • Inspektion
  • Instandsetzung
  • Verbesserung

und detailliert in der DIN 31051 enthalten.

 

Feuerlöschanlagen sind mindestens einmal jährlich durch einen anerkannten Errichter, vorzugsweise durch die Firma, die die Löschanlage ursprünglich errichtet hat, warten zu lassen. Jegliche Arbeiten an Feuerlöschanlagen wie Instandsetzungen, Wartungen und Verbesserungen, dürfen nur von diesen Errichterfirmen ausgeführt werden. Nur dann ist sichergestellt, dass die anlagenspezifischen, systemkonformen Ersatzteile, Rohrnetzpläne und die hydraulisch/pneumatischen Daten der jeweiligen Anlage verfügbar sind. Wartungsarbeiten sind so durchzuführen, dass die Außerbetriebnahme zeitlich so kurz und in ihrem Umfang so gering wie möglich gehalten wird. Störungen müssen sofort nach Entdeckung an den Instandhalter gemeldet und die  Instandhaltungsarbeiten so schnell wie möglich -  innerhalb von 12 Stunden nach Meldung einer Störung -  beginnen. 

 

Betrieb 

 

Zur Erhaltung der Betriebsbereitschaft sind regelmäßige Kontrollen durch das Betreiberpersonal erforderlich. Welche Maßnahmen an den Anlagen mindestens ausgeführt werden müssen und wer für die Ausführung verantwortlich ist, ist in den einschlägigen Merkblättern, u.a. VdS 2893 detailliert beschrieben. 

 

Für die Betreuung der Gas-Löschanlage muss die Unternehmensleitung des Betreibers einen verantwortlichen Betriebsangehörigen sowie einen Stellvertreter benennen. Sie haben für die Einhaltung der Bedienungs- und Wartungsanweisungen und der gesetzlichen Bestimmungen zu sorgen und sind mit der Wahrnehmung folgender Aufgaben beauftragt:

 

  • Durchführung regelmäßiger Kontrollen (täglich, wöchentlich, monatlich)
  • Veranlassung von Instandsetzungs- und Wartungsarbeiten
  • Dokumentation besonderer Ereignisse im Betriebsbuch (Störungen, Alarme, Außerbetriebnahmen etc.)
  • Einweisung von betriebsfremden Personal bei Arbeiten im Löschbereich
  • Veranlassung von Anpassungen der Löschanlage wenn Änderungen im Löschbereich dies erfordern
  • Das Freihalten des Löschbereiches von überflüssigen Brandlasten
  • Die Außerbetriebsetzung bzw. das Blockieren der Löschanlage wenn Arbeiten im Löschbereich dieses erfordern
  • Umgehende Wieder-Inbetriebnahme der Löschanlage nach einer Auslösung

 

Für die Durchsetzung der erforderlichen Maßnahmen sind die benannten Personen mit den notwendigen Befugnissen und Entscheidungskompetenzen ausgestattet.

 

 

Brandschutz kompakt - Ausgabe 44

Wartung und Instandhaltung von stationären Löschanlagen
Ansicht Download

Kontrollbuch

Verbandsanschrift
bvfa - Bundesverband
Technischer Brandschutz e.V.
Koellikerstraße 13
97070 Würzburg
Tel.: +49 (0)931 35292-25
Fax: +49 (0)931 35292-29
E-Mail: info@bvfa.de
Aktuelle Termine
Mitglied werden
Sie möchten Mitglied im bvfa werden? Weitere Informationen und den Aufnahmeantrag finden Sie unter:

Mitglied werden
Newsletter
Abonnieren Sie unseren Newsletter, damit Sie immer wissen, was in der Branche läuft!

Jetzt abonnieren