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Bearbeitungs- oder Trocknungsprozesse führen oftmals zu Zündinitiale in Form von glimmenden oder heißen Partikeln. Würden diese Funken in Filter oder Silos gelangen, könnte es zu verheerenden Bränden oder gar Explosionen kommen. Funkenlöschanlagen setzen genau an diesem Punkt an. Sie sind in der Lage bereits kleinste Funken schon kurz nach ihrer Entstehung zu erkennen und somit auch abzulöschen oder auszuschleusen. Dabei wirken Funkenlöschanlagen in der Regel unterbrechungsfrei - d. h., die Produktion läuft ohne Unterbrechung weiter, wenn keine außergewöhnlich hohe Funkenanzahl oder keine außergewöhnlich lange Löschzeit registriert wird. Wird jedoch ein zuvor festgelegter Schwellenwert überschritten, werden über die Verriegelungen Maschinen entsprechend abgeschaltet.
Wo und wie kommt es zum Funkenflug?
Funken entstehen an vielen Orten und Stellen. Oftmals ist uns die Gefahr des Funkenflugs nicht bewusst. Daher werden Funken oftmals erst dann entdeckt, wenn es schon zu spät ist. Bei der Be- und Verarbeitung von brennbaren Stoffen ist daher stets höchste Vorsicht geboten! Als Brandauslöser können u. a. Reibungsvorgänge, Elektrische Funken, Fremdkörper im Fördergut und schadhafte Anlagenteile genannt werden.
Zündgefahren:
- Elektrostatische Aufladung: Aufladbare Flüssigkeiten, isolierte leitfähige Flüssigkeiten, isolierte leitfähige Bauteile, äußere Gehäuseteile aus Kunststoff
- Heiße Oberflächen: Überlast, Erwärmung von Anbaugeräten, Reibenergie von bewegten Teilen, Kopplung von Geräten mit Wärmequellen
- Bei der Holzverarbeitung durch Hobel, Fräsen, Sägen, Schleifmaschinen und andere Bearbeitungsmaschinen
- In der Lebensmittelindustrie: z. B. Röstung von Kaffee
- In der Span- und Faserplattenindustrie: Weiterverarbeitung von Platten durch Sägen oder Schleifen, Faser- und Spanaufbereitung
- In der chemischen Industrie: pneumatische Förderung von Stäuben und Funken
Weitere Informationen
Informationen zur Funktionsweise von Funkenlöschanlagen finden Sie in unserem Brandschutz Spezial „Feuerlöschanlagen“.
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